Über die
Wie­ner Magis­tra­le

Wer macht Stadt? Macht die Stadt die Stadt? Der Baum­schnitt am Ring, die Bepflan­zung der Ver­kehrs­in­seln, die Asphal­tie­rungs­ar­bei­ten in den Bezir­ken und das Mähen der Algen in der Donau sind städ­ti­sche Inter­ven­tio­nen der 55 Wie­ner Magis­trats­ab­tei­lun­gen. Dage­gen ist die urba­ne Inter­ven­ti­on ein tren­di­ger Begriff, der auf tem­po­rä­re Aktio­nen akti­vis­ti­scher, künst­le­ri­scher und pla­ne­ri­scher Her­an­ge­hens­wei­sen Bezug nimmt. Die Wie­ner Magis­tra­le stellt Fra­gen und sucht Ant­wor­ten, wie die­se Inter­ven­tio­nen zustan­de kom­men, wie sie funk­tio­nie­ren, inter­agie­ren — und wie so Stadt gemacht wird.

Weit mehr als Kunst im öffent­li­chen Raum gestal­ten die Magis­trats­ab­tei­lu­gen die Umge­bun­gen, durch die wir uns täg­lich bewe­gen. Das prak­ti­sche Ver­ständ­nis davon, durch wel­che Pro­zes­se und Ein­grif­fe der öffent­li­che Raum sei­ne Form annimmt und ver­än­dert, eröff­net den Stadtbewohner:innen neue Hand­lungs­spiel­räu­me: Wer ver­steht, wie Stadt gemacht wird, kann sie aktiv mit­ge­stal­ten. Wir möch­ten damit die Dis­kus­si­on ver­tie­fen, wie sich eine ent­ste­hen­de Kul­tur der akti­ven Teil­ha­be im öffent­li­chen Raum wei­ter­ent­wi­ckeln kann. Dazu ver­fol­gen wir städ­ti­sche Inter­ven­tio­nen vom öffent­li­chen Raum zurück zu Ver­wal­tungs­ab­läu­fen zwi­schen For­ma­li­tä­ten und per­sön­li­chen Her­zens­pro­jek­ten.